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Eure Webmistress Selphie


Manga & Anime ABC

A

  • Ai: Ai bedeutet in Japan "Liebe". Das ist natürlich gerade in Shojo-Manga ein großes Thema. Häufig hört und liest man im Zusammenhang mit Manga auch den Begriff Shonen-Ai, da geht’s dann um "Liebe zwischen Jungs". Shojo-Ai in Manga gibt’s zwar auch, aber eher selten.
  • Anime: Abgeleitet vom Englischen, Animation, bedeutet es in Japan nichts anderes als Zeichentrickfilm. Westliche Animefans grenzen ihre Lieblingsfilme von denen westlicher Produktionen ab.

B

  • Baka!: Beliebtes japanisches Schimpfwort, das in den Übersetzungen das gesamte Gebiet von "Dummkopf" bis "Arschloch" abdeckt.
  • Backgroundanimation: I.d.R. werden nur die einfach gezeichneten Cels animiert, in sehr aufwendigen Produktionen, werden aber manchmal sogar die Backgrounds animiert, was natürlich einen enormen Arbeitsaufwand darstellt. Das Ergebnis ist jedoch immer verblüffend.

C

  • Cel: Kurzform von Celluloid. Auf durchsichtiger Folie gemaltes Bild, das zusammen mit anderen Layern auf den Background gelegt wird, um dann abfotografiert zu werden. Jede Cel unterscheidet sich minimal von der nächsten und stellt somit einen "eingefrorenen Zeitpunkt" dar. Zu dieser Arbeitsweise hat man sich entschieden, da es so einfacher ist, zwei Personen, deren Wege sich kreuzen auf zwei verschiedenen Cels zu zeichnen. Auch kann so ein Kopf ohne Gesicht gezeichnet werden, und in zwei weiteren Cels, Augen und Mund hinzugefügt werden. Der Kopf kann dann über mehrere Bilder hinweg verwendet werden, ebenso die Augen (falls sie nicht gerade zwinkern), so dass nur der Mund wirklich animiert werden muß. Außerdem können so die Backgrounds mehrfach verwendet werden. Nebenwirkung dieses Verfahrens ist, dass sich die Charas zumeist senkrecht zur optischen Achse bewegen.
    Im Allgemeinen liegen bei jedem Bild ca. 3-4 Cels übereinander. Die Physikalische Grenze liegt bei 7-8 Cels, darüber hinaus wird der Stapel einfach zu dick, und die doch leichte Trübung der Cels macht sich bemerkbar. Die Güte der Animation läßt sich nicht zuletzt an der Anzahl der gleichzeitig animierten Cel-Layern ablesen.
    Da bei Animationen über 20 Bilder pro sek. geschossen werden, und dabei jeweils mehrere Cels benutzt werden, fallen gegen Ende der Produktion eine Menge Cels an, die nicht mehr gebraucht werden. Diese kann man preisgünstig über Versände beziehen.
  • -Chan: Suffix für "-baby" oder "-Schatz". Findet Verwendung bei kleinen Tieren und Kindern oder in romantischen Situationen.
  • Chara/Charakter: Bezeichnung für die handelnden Figuren in Animes.
  • Chibi/CB: Japanisch für "Kinderkörper" in der Regel als Präfix zur Bezeichnung kindlicher Charaktere verwendet.
  • Convention: Eine Veranstaltung mit Rahmenprogramm, bei der sich Fans und Gleichgesinnte treffen und über ihr Hobby austauschen können, z.B. Liebhaber von Manga und Anime.
    Einige "Cons" sind große Happenings, andere sind eher gemütlich und finden im kleinen Kreis der Fans statt.
  • Cosplay: Cosplayer findet man meist auf Anime-Conventions. Fans verkleiden sich mit selbst gefertigten Kostümen als ihre Lieblingscharaktere. Bei Cosplay-Wettbewerben treten sie dann auf einer Bühne auf und die überzeugendsten Verkleidungen werden prämiert.

D

  • Dojinshi: Bezeichnet von Fans gezeichnete Mangas, die in der Regel selbst gedruckt und in kleinen Auflagen verlegt werden. Sie enthalten eigene Geschichten oder auch neue Storys bekannter Helden. Die Zeichner sind oft begabt und so mancher Star von heute kommt aus der sehr aktiven Dojinshi-Szene, z.B. die Zeichnerinnen von CLAMP.
  • Dono: Sehr alte Form, die nur für Männer verwendet wird (entspr. ungefähr –Sama)
  • Dub: Englisch für "synchronisiert"
  • Dub&Sub: Dub ist eine Abkürzung für "dubbing" und heißt, dass der jeweilige Film synchronisiert ist. Sub ist eine Abkürzung für "subtitle" und heisst, dass der jeweilige Film mit Untertitel versehen ist.

E

  • Ecchi: Bezeichnung des Einführungslautes des Wortes Hentai. Findet Verwendung bei der Beschreibung von sexuell ungewöhnlich Veranlagten wie z.B. Spannern oder Unterwäschefetischisten. I.d.R. milder als Hentai.

F

    FanArt: Zeichnungen, die Fans von bekannten Manga-Charakteren anfertigen.
  • FanFic: Kurzform von FanFiction; Geschichten, die Fans über bekannte Manga-Charaktere schreiben.

G

  • Gaijin: jap.: eigenartige Person, Fremder bis sogar Alien; wird oft für Ausländer benutzt. Gaikokujin = jap.: Person aus einem anderen Land; ist wohl das eigentliche Wort für Ausländer.

H

  • Hentai: Japanisch für Pervers. Auch Bezeichnung für eine sehr abstruse Form von Animes. In Japan ist das Abbilden von männlichen Geschlechtsteilen gesetzlich verboten, trotzdem gibt es dort natürlich eine Nachfrage für pornographisches Material. Pornos, in denen nur nackte Frauen vorkommen, sind dabei auf Dauer nicht ausreichend. Irgendjemand ist dann wohl einmal auf die Idee gekommen, einen Anime zu zeichnen, in dem Frauen Geschlechtsverkehr mit Monstern haben, die mit penisartigen Tentakeln ausgestattet sind. Das Negative an Hentais ist nun, dass dieses im Gegensatz zu westlichen Pornos in eine Geschichte eingebettet werden muss. Das Monster kommt natürlich nicht mal zum Kaffee vorbei.

K

  • Kawaii: Jap.: niedlich, oftmals wichtiges Kriterium der Manga und Anime Charas.
  • Kohai: Studienkollege oder Mitschüler, jedoch in einem niedrigeren Semester oder einer niedrigeren Klasse.
  • -Kun: Nachsilbe für gute Freunde (wird nur bei Jungs benutzt).

L

  • Lemon: Hentai-FanFic

M

  • Manga: Bezeichnung, die von Katsushika Hokusai ab 1812 für seine Skizzenbücher, welche stellenweise Bildfolgen enthalten, benutzt wurde. Heute die Bezeichnung für japanische Comics, die rund ein Drittel aller Druckerzeugnisse in Japan ausmachen. In Japan eine Bezeichnung für Comics, obwohl das Wort "Comic" durchaus trotzdem in Gebrauch ist. Im westlichen Sprachgebrauch bedeutet Manga Comics aus Japan mit ihrem ganz eigenen Zeichenstil.
  • Mangaka: Man bezeichnet damit die Zeichner der Mangas. Viele zeichnen und schreiben ihre Mangas meist selbst.
  • Mecha: Vom Wortstamm "mechanical" abgeleitet, ist es eine Bezeichnung für sämtliche technische Geräte, die in Animes Verwendung finden, also nicht nur Roboter und Mobile Suits sondern auch Autos, Waffen oder Kaffeemaschinen. Mechas werden i.d.R. sehr detailverliebt dargestellt.
  • Mobile Suit: Automatisierter Kampfanzug. Kein echter Roboter, da er mindestens eine steuernde Person zum Funktionieren benötigt. Diese Dinger sind bei den Japanern riesig beliebt, was sich an der Menge der diesbezüglichen Anime-Shows widerspiegelt.

N, P

  • NTSC/PAL: NTSC ist der Videostandard in Japan und Amerika. PAL ist die europäischer Version (unter anderem auch in Australien). NTSC-Videos laufen nicht auf reinen PAL-Videorekodern und anders herum, da beide eine unterschiedliche Frame-Rate (Bildwiederholungen pro Sekunde) haben.

O

  • OVA/OAV: Akronym von Original Video Animation bzw. Original Animation Video, bezeichnet Animes, die ausschließlich für die Veröffentlichung auf Videokassetten oder LaserDisks bestimmt sind. Das bedeutet NICHT, die Filme wären zu schlecht, um im Kino gezeigt zu werden (wie man es im Westen verstehen könnte), es handelt sich vielmehr um eine Veröffentlichungsform, die im Westen mehr oder minder unbekannt ist. Was die zeichnerische Qualität anbelangt, liegen sie i.d.R. zwischen TV-Serien und den weitaus teureren Produktionen für die Leinwand. Die Veröffentlichung als OVA bietet die Möglichkeit, einen Film kürzer als die üblichen 90 min. zu machen oder eine Fortsetzungsgeschichte zu erzählen, die sich über mehrere Stunden erstreckt.
  • OST: Abkürzung von Original Soundtrack.
  • Otaku: Eine Form der japanischen Anrede. Ähnlich wie beim deutschen "Du" und "Sie" gibt es im Japanischen eine ganze Reihe fein abgestufter Anreden. Otaku ist dabei die, die man engstirnigen, eigensinnigen, durchgeknallten Freaks verpasst, die ihr Hobby über sämtliche soziale Gepflogenheiten stellen. Nicht gerade ein Kompliment in Japan. Im westlichen Sprachgebrauch bezeichnet man mit Otaku bewundernswerte Kenner der Anime-Szene. Wenn Sie also jemanden als Otaku bezeichnen, so seien Sie sich über seine Staatsangehörigkeit im Klaren, sonst könnten Sie übel missverstanden werden.

S

  • -Sama: Nachsilbe von Namen, drückt sehr viel Respekt aus.
  • -San: Nachsilbe von Namen; entspricht dem deutschen "Herr" oder "Frau/Fräulein".
  • Seiyuu: Japanisch für Synchronsprecher.
  • -Seme: Der aktive Partner in einer Yaoi-Szene.
  • -Sensei: Suffix, das höchste Bewunderung ausdrückt wie "Lehrer" oder "Meister".
  • Senshi: Japanisch für Krieger.
  • Sentai: Helden-Team, oft mit Tai abgekürzt.
  • Settei: Sind detaillierte Schwarzweißzeichnungen von Charakteren, Kostümen, Waffen, Geräten, Dingen, Szenarios oder Schauplätzen mit Notizen zu Farben, Besonderheiten etc., die nicht klar aus der Zeichnung hervorgehen. Sie enthalten die Wünsche des Autors und sind meist aus verschiedenen Sichtpunkten/ -winkel gezeichnet. Die Settais werden an alle Produktionsfirmen und Zeichner geschickt, so dass der Stil über die Serie/ Film hinweg erhalten bleibt.
  • Shonen/Shonen Manga: Japanisch für Junge, Shonen-Mangas waren ursprünglich für Jungen konzipierte Mangas gewesen mit vergleichsweise actionlastigeren und temporeicheren Stories. Die Vorsilbe Bi- deutet an, dass es sich um einen hübschen Jungen handelt.
  • Shonen-Ai: Shonen-Ai = jap.: Jungen-Liebe. Shonen-Ai Mangas drehen sich um Liebe, Beziehungen zwischen Männern. Solche Mangas sind meist emotionsvoll und kompliziert, eben romantische Geschichten. Die Jungen und Männer sind meist feminin gehalten.
  • Shojo/Shojo Manga: Japanisch für Mädchen, auch Bezeichnung für Animes oder Mangas, die junge Mädchen als Zielgruppe haben. Die Vorsilbe Bi- deutet an, dass es sich um ein hübsches Mädchen handelt.
  • Sub: Englisch für "untertitelt".
  • Super Deformed/SD: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um super deformierte Charas. Ähnelt Chibi/CB.

T

  • Tankoubon: damit werden die normalen Bände bezeichnet. In Japan erscheinen die Mangas im Allgemeinen zuerst kapitelweise in Magazinen (ähnlich wie Banzai! und Daisuki bei uns) und werden erst später in Sammelbänden zusammengefasst.

U

  • Uke: Der passive Partner in einer Yaoi-Szene.

Y

  • Yaoi: Yaoi ist eine Abkürzung von "yama nashi, ochi nashi, imi nashi" was soviel heißt wie "kein Berg (kein Höhepunkt), ohne Sinn, keine Bedeutung" etc. Yaoi ist ein Begriff, der im Genre des Shonen-Ai gebräulich ist, um nur sexuelle Darstellungen bzw. Geschichten zw. Gleichgeschlechtlichen zu betiteln, bei denen es keine Story gibt, sondern es nur im den Akt geht.
  • Yon Koma Manga: Yon = jap.: die Zahl "4"; Koma = jap.: soviel wie Einzelbild, Standbild, Szene. Im Zusammenhang mit Manga ist die Übersetzung quasi: Vier-Panel-Manga, kurze Gagstrips bestehend aus 4 Bildern bzw. Panels. Sind sehr oft in Magazinen und Tagezeitungen zu finden, werden aber auch als Sammlungen von Gagstrips in Büchern veröffentlicht.
  • Yoma: Böse Dämonen oder Wesen der Unterwelt.
  • Yuri: Shojo Manga, der sich thematisch auf Liebe zwischen Mädchen bezieht.